Ein Regionalbahnhof Soltau / Bispingen an der Kreisstraße 2 und der Bahnlinie Lüneburg – Soltau wäre die beste Anbindung für den Heidekreis an die Neubaustrecke Hamburg – Hannover. Geringe Investitionen und geringe laufende Kosten und günstige Fahrpläne sind die Grundlage für diese Empfehlung. Die technische Machbarkeit ist sowohl als Überholbahnhof wie als reiner Personenbahnhof gegeben.
Warum wurde dieser Standort bisher nicht diskutiert?
Aufgrund der Vorgaben zum Güterverkehr wurde an dieser Stelle kein Überholbahnhof geplant.
Lage: Sehr günstig
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Der Überblick zeigt die günstige Lage mit guter Erreichbarkeit.
Die Lage der Kreuzung der Neubaustrecke Hamburg – Hannover mit der in Reaktivierung befindlichen Bahnlinie Lüneburg – Soltau ist Anlass für die Wahl dieses Standorts. Die Station selbst würde auf dem Gebiet der Stadt Soltau liegen, aber unmittelbar an der Grenze zur Gemeinde Bispingen.
Die Kreisstraße 2 liegt fast parallel zur Bahnlinie Lüneburg – Soltau und leistet die unmittelbare Erschließung.
Entfernung zur nächsten Siedlung Ortskern Bispingen 3 km. Damit hat die Station im Radverkehr ein Potenzial von 5.000 Einwohnern.
Entfernung zur Autobahn 2,8 km.
Entfernung Stadtzentrum Soltau 11 km.
Die Lage im Detail
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Die Skizze zeigt die Lage im Detail. Die Stationsanlagen sind entsprechend dem Vorbild Merklingen dargestellt, die Station mit einer Nutzlänge von 400 Meter für Fernverkehrszüge.
Die Neubaustrecke würde wie die Autobahn in Dammlage gebaut. Das in Anspruch zu nehmende Gelände ist Nutzwald und unterscheidet sich nicht von den Verhältnissen der Station Soltauer Heide. Die nahe Luhequelle würde nicht beeinträchtigt. Die Erweiterung der Bahnlinie Lüneburg – Soltau im Bereich der Station ist unproblematisch möglich.
Erschließung Straße: sehr günstig
Die vorhandene Kreisstraße 2 bietet schon im heutigen Zustand eine Erschließung, die kaum noch zu verbessern ist. Nach Bispingen und bis Soltau werden keine Ortschaften durchquert. Die Bundesstraße 3 wird kreuzungsfrei gequert. Die Zufahrt von der Autobahn tangiert Ortskerne nicht.
Erschließung Schiene: sehr günstig
Die Bedingungen sind in allen Punkten weitaus besser als im Streckenabschnitt Soltau – Munster.
- Die kreuzende Bahnlinie Lüneburg – Soltau befindet sich in Reaktivierung.
- Es ist mit geringfügiger Anpassung der Fahrpläne möglich, den zusätzlichen Halt einzuplanen, insbesondere, wenn die Verbindung Lüneburg – Soltau nach Walsrode und Hannover durchgebunden wird. Dies würde auch nach dem Deutschlandtakt-Zielfahrplan (Fortschreibung) nicht nur möglich, sondern vorteilhaft sein, weil sich die Fahrwege Lüneburg – Hannover und Bremen – Uelzen nicht kreuzen. Das vermindert die Abhängigkeiten gegenüber dem heutigen Fahrplan deutlich.
- Für zusätzliche Fahrten im Anschluss an Züge der Neubaustrecke steht die Strecke in erheblichem Umfang zur Verfügung – anders als die Strecke Soltau – Uelzen.
- Die Einrichtung eines Kreuzungsgleises im Bahnhof Harber ist möglich.
- Im Falle des Baues einer Gleisverbindung Hamburg – Soltau kann ein Regionalexpress Hamburg – Soltau hier halten und ein zusätzliches Potenzial erschließen.
Busverkehr: Geringer Aufwand
Quellverkehr – Auspendler
Die Kreisstraße 2 wird schon heute von der Linie 150 Soltau – Bispingen bedient. Die Führung der Linie 300 Bispingen – Munster über den Regionalbahnhof erscheint ohne gravierenden Mehraufwand möglich. Die Buslinien 150 und 300 sind aber stark auf den Schülerverkehr ausgerichtet und würden einer Aufwertung als vertaktetes und ganztägiges Grundangebot erfordern. Buslinie 305 Soltau –
Zielverkehr – Freizeitverkehr, Einpendler
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Die Buslinie 150 lässt sich zu einer idealen Freizeitlinie erweitern, die am Regionalbahnhof hält.
Die Freizeitziele Heidepark, Center Parcs Bispinger Heide, Schumacher Kartbahn, SnowWorld Bispingen und der Naturpark Lüneburger Heide (Wilseder Berg, Oberhaverbeck) sind Freizeitziele mit sehr großem Aufkommen an Besuchern. Reisende, die diese Ziele besuchen wollen, sind auf den öffentlichen Verkehr angewiesen, wenn sie nicht ihr Fahrrad mitbringen oder ein Fahrrad vor Ort mieten. Die Einrichtung einer Busverbindung ist daher Voraussetzung für den Verzicht auf den eigenen Pkw. Auf der Grundlage der heutigen Buslinie 150 lässt sich eine Freizeitlinie einrichten, die nicht nur alle relevanten Freizeitziele erreicht, sondern auch alle relevanten Bahnstationen: Soltau, Soltau Nord, Bispingen Ort (OHE).
Einziges Freizeitziel, das nicht integriert werden kann, ist das Designer Outlet-Center. Schon heute werden Shuttle-Fahrten auf Vorbestellung gegen ein höheres Entgelt ab Bahnhof Soltau (6 Euro, Stand 2026) vom Betreiber des Centers angeboten, eine Buslinie wurde eingestellt.
Der Heideshuttle fährt mit dem Ring 4 unmittelbar an dem möglichen Regionalbahnhof vorbei. Der Ring 1 kann mit geringem Umweg (4 km auf schnell zu befahrenden Straßen) über den Regionalbahnhof geführt werden (der Fahrplan 2026 würde die Mehrfahrzeit ermöglichen).
Anpassung der Überholbahnhöfe oder zusätzlicher Bahnhof? Beides ist technisch möglich und verursacht keine Mehrkosten.
Zusätzlicher Regionalbahnhof
Statt eines sechsgleisigen Ausbaues eines Regionalbahnhofs „Soltauer Heide“ kann auch für Soltau / Bispingen ein Regionalbahnhof zusätzlich vorgesehen werden. Dafür genügt eine Nutzlänge von 400 Metern. Die Kosten dürften nicht höher sein als die Kosten des fünften und sechsten Gleises in Länge von 1.000 Metern, die bei Kombination mit einem Überholbahnhof notwendig wird.
Anpassung des Überholbahnhof-Konzepts
Genauso sollte die Anpassung des Überholbahnhof-Konzepts möglich sein. Die Vorgabe lautet dahin, dass Überhohlzahnhöfe in einem Abstand von 10 bis 12 km zur Verfügung stehen sollen. Tatsächlich wird dieser Wert unterschritten:
Im Ergebnis müsste nur der Überholbahnhof Evendorf um 2 km nach Süden verschoben werden, um den Überholbahnhof Bispingen um 3 Kilometer nach Süden an die Kreisstraße 2 zu verschieben. Die Abstände (vorgesehen > Veränderung), (die Links führen zu den Detailzeichnungen der Planer)
Garlstorf (Regionalbahnhof und Überholbahnhof)
8 km > 10 km
Evendorf (Überholbahnhof)
9 km > 10 km
Bispingen (neu Regionalbahnhof und Überholbahnhof)
vorgesehen 11 km > reduziert auf 8 km
Soltauer Heide (nur Überholbahnhof)
11 km
Bockel (Überholbahnhof)
Die bisherigen Planungen sehen einen Regionalbahnhof „Soltauer Heide“ an einem Überholbahnhof vor, der an der Kreuzung