Sinnvoll sind Gleisverbindungen im Raum Soltau von der Neubaustrecke Hamburg – Hannover aus Richtung Hamburg in die Strecke Lüneburg – Soltau und aus Richtung Hannover in die Strecke Celle – Soltau. Verbindungen in Richtung Uelzen sind hingegen sehr aufwendig und verkehrlich wenig sinnvoll.
Gleisverbindung Hamburg – Soltau (– Bremen)

Eine Verbindung Hamburg – Soltau erfordert geringen Aufwand, wenn dafür die Strecke Lüneburg – Soltau genutzt wird.
Der verkehrliche Wert ist sowohl für die Resilienz des Netzes wie für die regionale Erschließung von großer Bedeutung.
Im überregionalen Verkehr wäre diese Gleisverbindung in der Relation zwischen Hamburg und Bremen nutzbar und von besonderem Wert, weil ohne diese Verbindung im Störungsfall Fernverkehrszüge mit einer sehr hohen Verspätung über Hannover umgeleitet werden müssen. Das Fehlen einer solchen Gleisverbindung wird sich besonders schmerzhaft auswirken, wenn die Strecke zwischen Hamburg und Bremen einer Korridorsanierung unterzogen und vollständig gesperrt werden soll.
Der verkehrliche Wert im Nahverkehr liegt in der schnellen und direkten Verbindung nach Soltau und weiter in der Durchbindung auf die Heidebahn nach Bad Fallingbostel und Walsrode. Die Fahrzeit würde sich gegenüber dem heutigen Angebot um 90 Minuten verkürzen. Gegenüber dem Umstieg an einem Regionalbahnhof läge der Zeitvorteil – je nach Qualität des Anschlusses – bei einer halben Stunde.
Eine sinnvolle Realisierung drängt sich geradezu auf unter Nutzung eines Teilstücks der im Reaktivierungsprozess befindlichen Bahnlinie von Lüneburg nach Soltau, die im Eigentum des Landes Niedersachsen befindet (SinON, früher OHE). Die vorhandene Bahnlinie kreuzt südlich von Bispingen die Neubaustrecke und verläuft nördlich davon fast parallel zur Neubaustrecke, sodass eine sehr kurze Gleisverbindung zur Verknüpfung genügt. Das in Anspruch zu nehmende Gelände ist nicht bebaut und erscheint auf den ersten Blick auch ökologisch nicht besonders problematisch. Jede andere Verknüpfung wäre aufwendiger.
Gleisverbindung Hannover / Celle – Soltau (– Bremen)

Mit geringstem Aufwand lässt sich eine Gleisverbindung Hannover / Celle – Soltau herstellen!
Eine Gleisverbindung Hannover / Celle – Neubaustrecke – Soltau ist von ähnlich hohem Wert für die Resilienz des Netzes wie die Verbindung in Richtung Hamburg. Sie kann bei Störungen der Strecke zwischen Hannover und fehlenden als Umleitung für den Fernverkehr und den Güterverkehr dienen. Heute muss im Störungsfall über Minden entweder mit Zugwende oder weiter über Osnabrück gefahren werden.
Da der Abschnitt auf der Neubaustrecke, der dafür genutzt werden muss, recht kurz ist, genügen kleinere Fahrplanlücken, sodass stündlich etwa 4 Trassen auch im Tagesverkehr möglich sind, das ist weit mehr, als eine eingleisige Strecke Langwedel – Soltau aufnehmen kann. Für den Regionalverkehr kommt in Betracht, einen der in Celle endenden S-Bahn-Linie über Bergen direkt nach Soltau zu verlängern.
Eine sinnvolle Realisierung drängt sich geradezu auf unter Nutzung eines Teilstücks der Bahnlinie von Celle nach Soltau, die im Eigentum des Landes Niedersachsen befindet (SinON, früher OHE). Etwa 9 km von Soltau entfernt kreuzen sich Neubaustrecke und diese Bahnlinie in einem so flachen Winkel, dass Gleisverbindungen mit geringstmöglichen Aufwand und geringstmöglicher Streckenlänge hergestellt werden können. Jede andere Verbindung wäre aufwendiger.
Gleisverbindung Hamburg – Munster (– Uelzen)
Für eine Anbindung der Neubaustrecke aus Richtung Hamburg in Richtung Uelzen gibt es im planmäßigen Verkehr kaum wirtschaftlich sinnvollen Nutzen. Güterzüge nutzen besser die Relation über Celle, Lehrte und Braunschweig nach Magdeburg. Im Personenverkehr würde das Potenzial aus Richtung Hamburg nur bis Münster reichen, für einen Direktzug Hamburg – Munster ist aber keine wirtschaftliche Grundlage erkennbar. Im Störungsfall könnten hier sehr begrenzt Züge umgeleitet werden, aber für den Güterverkehr ist sie Relation über Celle – Lehrte eben Fall günstiger. Für den Personenverkehr kämen die wenigen ICE Hamburg – Hannover mit Zwischenhalten und Intercity Magdeburg – Hamburg in Betracht. Einfacher realisierbar und kürzer wäre eine Verbindungskurve nördlich der Bahnlinie Soltau – Uelzen, eine Koordination mit einem Regionalbahnhof Soltau wäre aufwendiger.
Gleisverbindung Hannover / Celle – Munster (– Uelzen)
Eine Gleisverbindung von der Neubaustrecke aus Richtung Hannover und Celle in Richtung Uelzen hat nur einen sehr geringen Nutzen. Ein Bedarf für planmäßigen direkten Personenverkehr von Celle nach Munster ist nicht erkennbar. Güterzüge fahren direkt nach Maschen. Dies gilt auch für Güterzüge, die wegen Störung auf die Neubaustrecke gelangen.
Umgeleitete Fernzüge könnten einen Ersatzhalt Soltau für Uelzen erhalten. Noch sinnvoller wäre der Regionalbahnhof an der Bahnlinie nach Lüneburg, sodass der Ersatzhalt ein Umsteigen nach Lüneburg möglich machen würde. Betriebsfahrten zur Werkstatt Uelzen wären mit Wende in Soltau möglich.